Reha-Fachdienste > Arbeitsförderbereich
Ziel
Im Arbeitsförderbereich werden Werkstattbeschäftigte aufgenommen, die aufgrund einer akuten Problematik im Arbeits- und Sozialverhalten nur bedingt im Produktionsbereich beschäftigt und gefördert werden können. Ziel ist, diese Werkstattbeschäftigten nach intensiver Förderung und Stabilisierung wieder im Produktions-und Dienstleistungsbereich der Werkstatt zu integrieren.
Vorhandene Kompetenzen im Arbeits- und Sozialverhalten sollen erhalten und gefördert werden. Eine fortschreitende Rückentwicklung der vorhandenen Kompetenzen soll vermieden werden.
Im Rahmen des Arbeitsförderbereiches soll der Werkstattbeschäftigte eine Förderung seiner Persönlichkeit erfahren und die Möglichkeit zur Weiterentwicklung erhalten. Hierbei steht ihm über die Eingliederung durch das Medium Arbeit hinaus ein ganzheitlich ausgerichtetes Rehabilitationsangebot offen, das auch lebenspraktische und soziale Fähigkeiten fördert und ihm Weiterentwicklungsmöglichkeiten bietet, die sich auf das Leistungsvermögen im Arbeitsbereich auswirken.
Umsetzung
Um dem Werkstattbeschäftigten bei einem Wechsel vom Arbeitsbereich in den Arbeitsförderbereich einen Standortwechsel und den damit verbundenen Veränderungen im sozialen Umfeld zu ersparen, bietet das WZB Arbeitsförderbereiche, mit Ausnahme Werk III, in allen Werken an.
Aufgrund der Zielsetzung, den Werkstattbeschäftigten nach einer intensiven Förderung wieder in eine Gruppe des Arbeitsbereiches zu integrieren, geschieht dies in optisch abgegrenzten Einheiten. Die räumliche Nähe zum Arbeitsbereich erleichtert die spätere Integration.
Die Fachkräfte des Arbeitsförderbereiches orientieren sich an den Bedürfnissen des Einzelnen und fördern den Werkstattbeschäftigten bezogen auf seine individuellen Erfordernisse. Dabei stehen Stärken und Ressourcen des Mitarbeiters im Vordergrund. Die Rehabilitationsangebote sind geeignet, diese Stärken und Ressourcen zu erhalten, auszubauen und weiterzuentwickeln. Grundlage für die Durchführung der Rehabilitationsangebote sind systematische Analysen. Die Ergebnisse dieser Analysen fließen in die individuelle Zielformulierung ein.
Der Arbeitsförderbereich ist derzeit noch im Aufbau begriffen. In den nächsten Jahren wird die Zahl der Menschen mit Behinderung, die im Werkstattbereich eine intensivere Betreuung benötigen, voraussichtlich weiter steigen. Deshalb werden die Angebote und Möglichkeiten des Arbeitsförderbereiches kontinuierlich weiterentwickelt und ausgebaut.
Der Arbeitsförderbereich leistet einen wesentlichen Beitrag zum Verbleib behinderter Menschen in der Werkstatt und damit auch zur Integration in die Gesellschaft.
